
Das Familienunternehmen Nerling Systemräume GmbH erhilet den Strategiepreis 2011.
Anlässlich des Kongresses "Risikofalle – Unternehmen ohne Strategie! Nur die richtige Strategie sichert den Erfolg", veranstaltet vom "Bundesverband StrategieForum e.V." wurde das Familienunternehmen aus Renningen mit dem Strategiepreis 2011 in der Kategorie Technologische Marktführung ausgezeichnet. Dr. Kerstin Friedrich von der EKS-Akademie und der Begründer der Engpass-Konzentrierten Strategie (EKS), Prof. Wolfgang Mewes, überreichten den Preis bei der abendlichen Galaveranstaltung.
Da es in der industriellen Reinigungstechnik
nach wie vor keine allgemeingültigen
Richtlinien gibt, kommt es auf Anwenderseite
immer wieder zu Fehlinvestitionen. Die Unternehmen können nicht zwischen
Rein- und Sauberräumen unterscheiden und
stecken hohe Kapitalmengen in eine Technik,
die für den Betrieb gar nicht notwendig
wäre. Um für dieses Problem Abhilfe zu schaffen, haben sich führende Unternehmen aus dem Bereich Industrielle Reinigung und
Sauberkeitsanalyse jetzt zu einem Kompetenznetzwerk für industrielle Bauteil- und Oberflächenreinigung zusammengeschlossen.
Im Oktober wird das Cleaning Excellence
Center (CEC) in Leonberg seine Aktivität aufnehmen und fachliche Beratungen für
Mitglieder und Anwender anbieten.
Im Herbst 2010 hat die Reinraum-Akademie in Leipzig einen neuen Showroom für Reinraum- technik eröffnet, bei dem sich Firmen der Reinraumtechnik vorstellen. Ralf Nerling, der Senior und Firmengründer von Nerling Systemräume in Renningen und Halle/ Saale hat am 1. September diesen Jahres die Einweihung eines Demonstationsmodells für eine begehbare Reinraum-Personenschleuse und eine Material- durchreiche in dem Showroom der Reinraum Akademie vorgenommen.
Die Personenschleuse ist auf einer Seite offen, so dass bei Veranstaltungen der Durchgang durch eine Schleuse von allen Beteiligten beobachtet, selbst ausprobiert und für Schulungszwecke auch gefilmt werden kann.
Türschleusen und Lüftungsanlage koordinieren, Raumtemperatur und -feuchtigkeit regeln – die Steuerung von Reinräumen ist eine komplexe Angelegenheit. Meist muss jede Komponente einzeln anhand jeweils separater Anzeigen über einen großen Schaltschrank mit unzähligen Drehreglern bedient werden. Vor allem bei der exakten Abstimmung verschiedener Funktionen untereinander – wie etwa bei der Schaltung von Klimaanlage und Heizung – stößt dieses System an seine Grenzen. Die Nerling Systemräume GmbH, Spezialist für die Konstruktion von Messräumen, Rein- und Sauberräumen, hat nun erstmals eine Komplettlösung für die Regelungstechnik von Reinräumen entwickelt. Mittels einer frei programmierbaren SPS-Steuerung lassen sich damit sämtliche relevanten Funktionen über ein einziges Display regeln. In der Reinraum Lounge, der vom 15. bis 17. Februar stattfindenden Messe Lounges 2011 in Karlsruhe/ Rheinstetten, wird die neue Steuerungstechnik an einem Demonstrationsmodell vorgeführt.
Durch Reinraumkabinen lassen sich nicht nur sensible Produktionsbereiche abgrenzen sondern zusätzlich kann effizient Energie eingespart werden. So ist eine wirtschaftliche Produktion möglich, die höchsten Ansprüchen gerecht wird.
Wer bei denkmalgeschützten Fachwerkhäusern sofort an verstaubte Holzbalken und marode Fußböden denkt, wird in diesem Fall verblüfft sein: Die neue Produktionsstätte der Rats-Apotheke in Uslar für die Zytostatikazubereitung zur Behandlung von Krebs befindet sich zwar in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, dennoch mussten alle Auflagen für die Qualitätssicherung der Produktionsabläufe erfüllt werden.
Bereits mikroskopisch kleine Partikel
beeinträchtigen die Funktion von Bauteilen und können die ganze Produktion zum Stillstand bringen. Immer mehr Betriebe in
der Automobilbranche und im Maschinenbau
müssen daher in sauberer Umgebung fertigen und montieren. Viele verfügen über ein eigenes Sauberkeitslabor, um ihre technische Sauberkeit zu kontrollieren, wie es die Richtlinie VDA 19 vorsieht. Die Investition in ein individuelles Reinigungskonzept ist die Grundvoraussetzung für viele moderne Herstellungsprozesse.
Die Reinraum- beziehungsweise Sauberraumtechnik findet den Weg in die Produktion und Montage der Mikromechanik. Dank einer geringeren Ausschuss- und Reklamationsquote sowie einer längeren Lebensdauer der im kontrollierten Umfeld hergestellten und montierten Mikrokomponenten und -systeme rechnet sich die Investition.
Immer mehr Branchen müssen sich mit dem Gedanken des klimatisch verbesserten Fertigungsumfeldes auseinandersetzen. Durch Verkleinerung von Systemelementen, durch immer höhere Umdrehungszahlen bei Antriebselementen und immer komplexere Abläufe werden unsere hochtechnologischen Produkte immer empfindlicher. Der Reinraum - Sauberraum findet den Weg in viele Produktionsstätten, die bis vor kurzem noch gar nicht daran gedacht haben.
Fehlinvestitionen gibt es immer wieder, weil es in der industriellen Reinigungstechnik nach wie vor keine allgemeine gültigen Richtlinien gibt. So unterscheiden Unternehmen nicht zwischen Rein- und Sauberräumen und investieren in Technik, die teilweise gar nicht notwendig wäre.
Produktion: Lithium-Ionen-Akkus sind zwar in der Unterhaltungselektronik und in Werkzeuggeräten etabliert, große Akkus für Elektroautos sind dagegen technisches Neuland. Noch experimentieren Hersteller und Forscher, wie sich deren Leistung, Lebensdauer und Zyklenfestigkeit steigern lassen. Ein Ansatz ist Fertigung in Reinräumen mit extrem trockener Luft. Teils sind unter 0,5 % Luftfeuchte gefordert.
VDI nachrichten, Düsseldorf, 14. 10. 11, ciu
"Wir stoßen in Grenzbereiche der Physik vor", sagt Olaf Nerling, Geschäftsführer der Nerling Systemräume GmbH, Renningen. Exakt klimatisierte Rein- und Sauberräume sind eigentlich das Metier des schwäbischen Mittelständlers. Für Pharma- oder Medizintechnikhersteller hat er so manchen Reinraum mit konstanten Luftfeuchten um 10 % realisiert. Doch was die Volkswagen Varta Microbattery Forschungsgesellschaft kürzlich bei ihm orderte, war auch für ihn Neuland. "Die Luftfeuchtigkeit muss unter 2 % bleiben", berichtet er.
Im Gegensatz zur Pharmabranche beurteilt die Medizintechnik das Herstellergebnis und weniger die Herstellungsumgebung eines Produktes, da nachfolgend in den meisten Fällen ein Reinigungs- und Sterilisierungsprozess stattfindet. Der Reinraum oder Sauberraum wird deshalb lediglich nach DIN EN ISO 14644 abgenommen und lässt einfachere Druckstufen- und Schleusenkonzepte zu, als dies nach den Vorgaben der GMP (Good Manufacturing Practice) möglich ist.
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Bereits mikroskopisch kleine Partikel beeinträchtigen die Funktion von Bauteilen und können die ganze Produktion zum Stillstand bringen. Immer mehr Betriebe in der Automobilbranche und im Maschinenbau müssen daher in sauberer Umgebung fertigen. Viele verfügen über ein eigenes Sauberkeitslabor, um ihre technische Sauberkeit zu kontrollieren, wie es die Richtlinie VDA 19 vorsieht.
1970 machte sich Ralf Nerling mit einem Trennwandprogramm für Industieräume selbständig. Inzischen gehört das Unternehmen weltweit zu den führenden Herstellern von Messräumen. Jetzt konnte der neue Geschäftsführer Olaf Nerling einen Auftrag des renommierten CERN-Forschungsprojektes gewinnen.
In der Maschinenfabrik Neuman & Esser werden große Kolbenkompressoren für die chemische Industrie, die Petrochemie und für Raffinerien hergestellt. Der Messraum, in dem jedes Teil auf einer Zeiss-Messmaschine geprüft wird, ist direkt in die Fertigung integriert. Um Kollisionen zu verhindern, baute der Spezialist Nerling eine spezielle Steuerung mit Sicherheitsschaltung ein.

Großwälzlager für Windturbinen müssen hohen
Qualitätsanforderungen genügen. Um dies zu
gewährleisten, investierte die Liebherr-Werk
Biberach GmbH in einen eigens dafür
entwickelten Messraum. Mit einem speziell
angefertigten Messgerät werden dort die
Durchmesser, Längen, Bohrbilder und
Verzahnungen der bis zu 20 Tonnen schweren
Bauteile geprüft.
Messraum bietet optimale Bedingungen für die Vermessung von Großwälzlagern.
In der Wareneingangs-, Fertigungs- und Endkontrolle ihrer hydrodynamischen Gleitlager setzt die Renk AG auf Koordinaten- messmaschinen. Die geforderte Genauigkeit bei den großen Bauteilen machten eine komplette Einhausung der Messmaschinen notwendig.
Sind Arbeitsplätze mehr als 20 Meter voneinander entfernt, liegt die Wahrscheinlichkeit der Kommunikation unter zehn Prozent. Die Nerling Systemräume GmbH plante die Anlage und achtete dabei auf kurze Wege sowie Platz sparende Konstruktionen.
